Die Massage zählt zu den
ältesten Behandlungsformen der Medizin. Bereits 2600 v. Chr. beschrieb
der Chinese Huáng Dí die ersten Massagehandgriffe und gymnastische
Übungen, auf welche sich die praktischen Anwendungen der heutigen
Massage beziehen. In Verbindung mit ätherischen Ölen und Kräutern gibt
es bereits frühe Nachweise in der Ayurveda (Ayur = Leben, Veda =
Wissen). Die Ayurveda gilt als älteste Naturheilkunde der Welt (seit ca.
5000 Jahren). Die Abhyanga-Massage ist eine von vielen Anwendungen in
der indischen Medizin, ähnlich der klassischen Massage in unserer
heutigen Schulmedizin. Die klassische manuelle Massage geht auf die
sogenannte „Schwedische Epoche“ und den Gymnastik- und Fechtlehrer Per
Henrik Ling (1776 - 1836) mit der Gründung des ersten Zentralinstitutes
für Heilgymnastik und Massage (1813) in Stockholm zurück. Heute ist die
therapeutische Wirkung der klassischen Massage allgemein anerkannt. In
Spezialkliniken, Gesundheitsfarmen, Sportzentren sowie Krankenhäusern
findet diese Massageform bevorzugt Anwendung. Nicht nur haben Ärzte,
Krankenschwestern, Hebammen, Osteopathen, Chiropraktiker und
Physiotherapeuten die klassische Massage in ihr Behandlungsspektrum
aufgenommen, sondern auch in der Prävention lässt sich die Massagetherapie sehr gut einsetzen. Jeder Mensch hat die Kraft in seinen Händen, anderen Menschen und sich selbst zu helfen.
Ziel
Ziel dieser Ausbildung ist, die Wirkung der
klassischen Massage in Bezug auf das Nervensystem, den Knochenbau, die
Muskulatur, den Kreislauf und das Lymphgefäßsystem kennen und verstehen
zu lernen. Dabei stehen die praktische Umsetzung und sofortige
Anwendbarkeit der Massagetechniken im Mittelpunkt. Gleichzeitig wird das
theoretische Wissen bildhaft und anschaulich vermittelt. Die klassische
Massage wirkt reflektorisch sowohl auf die Physis als auch auf die
Psyche. Daher liegt der Schwerpunkt der Ausbildung auf den
Zusammenhängen zwischen der Massage und den erwünschten Wirkungen, wie
zum Beispiel Stressabbau, Bindegewebsstraffung, Muskulaturverbesserung,
Erholung von Körper und Geist, Schaffung von Ausgleich bei einem
muskulären Ungleichgewicht, Entschlackung und Regeneration der Haut,
Verbesserung der Körperwahrnehmung sowie weiterer
Anwendungsmöglichkeiten von Massage im Präventivbereich.
Aus dem Inhalt
Entstehungsgeschichtlicher Überblick der Massage bis zur heutigen Zeit
Anamnese des/der Klienten/in, um Risiken durch die Masssge auszuschließen
Verweise auf verschiedene Massagetechniken und Schulen, wie z. B.
Periostmassage, Biodynamische Massage, Cranio-Sacral-Massage,
Bindegewebsmassage, Polaryty-Massage, Cellulitits-Behandlungen
Indikationen und Kontraindikationen der klassischen Massage
Lagerungsvorbereitung und optimale Umgebung
Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers
Griffarten und Grundtechniken der klassischen Massage (Effleurage, Pétrissage, Friktionen, Tapotements & Vibrationen)
Rhythmische und nacheinander ablaufende Massageschritte mit täglicher Wiederholung
Psychologische und therapeutische Indikationen
Reflektorische Fernwirkung der Massage, präventiv anwendbar bei häufigen Beschwerden
Massage bei Geburtsvorbereitung und Geburtshilfe
Kopf- und Gesichtsmassage aus der Rückenlage
Fußreflexzonenmassage
Selbstmassage
Progressive Muskelrelaxation
(Seminarleiterschein): diese Methode nach Jacobson ist leicht erlernbar
und kann sehr effektiv sein. Es findet ein Wechselspiel zwischen An-
und Entspannung statt. Ein Nachspüren kann schließlich zur bewussten und
gewünschten tiefen Entspannung führen. Ist diese Methode verinnerlicht,
kann sie im Alltag wirksam gegen beispielsweise Stress, Schlaf- und
Konzentrationsstörungen eingesetzt werden.
Prävention und Rehabilitation
Anwendungsmöglichkeiten und Erfahrungen aus der Praxis
Durchführung und Gestaltung massagetherapeutischer Einheiten
Ablauf von Teilbereichsmassagen bis zur Ganzkörpermassage, mit fachgerechter Anwendung und Darstellung
Ergonomie (Eigenbetrachtung des richtigen Standes, um Fehlhaltungen zu vermeiden)
Grundlagen der Existenzgründung, beispielsweise die Möglichkeiten der „Mobilen Massage“
Einzelcoaching
Aus dem Methodenteil
In der Ausbildung werden durch Vortrag,
Gruppenarbeit und Diskussion theoretische und praktische Grundlagen zur
Massage geschaffen. Die erworbenen Kenntnisse werden unter Anleitung von
erfahrenen Therapeut(inn)en aus der Massage und der Medizin praktisch
umgesetzt und ausführlich geübt. Im Mittelpunkt stehen Selbsterfahrung,
Praxiserfahrung und Supervision. Die Teilnehmer(innen) führen selbst
entwickelte Massagesitzungen durch. Am Ende der Ausbildung findet eine
schriftliche und praktische Prüfung statt, welche die Teilnehmenden
befähigt, ins Berufsleben einzusteigen, zum Beispiel im Rahmen einer
Existenzgründung.
Service
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