Die Themen Gewalt und Eskalation spielen in
der Gegenwart eine immer größere Rolle, wie zum Beispiel in den
gesellschaftlichen Bereichen Schule und Jugend- und Erwachsenenarbeit,
aber auch in den Kontexten Familie, Arbeitsplatz und Freizeit sowie auch
in Katastrophenfällen. Gewalt geschieht nicht nur im Körperlichen,
sondern auch im Seelischen. Immer dann, wenn Menschen andere bedrohen
oder unterdrücken, ist Gewalt im Spiel.
Gewaltbehaftete und extreme Situationen lassen sich ohne eine besondere
Handlungskompetenz oft nicht meistern. Viele Menschen begegnen diesem
Phänomen leidvoll und mit Angst und möchten lernen, damit selbstsicher
umzugehen, Ursachen zu ergründen und für den professionellen Umgang mit
Extremsituationen souveräne Handlungsalternativen zu erlernen.
Ziel
Die Teilnehmenden erwerben die Qualifikation
der therapeutischen und pädagogischen Intervention und die Fähigkeit der
Anleitung von Personen mittels einer Methodenvielfalt wissenschaftlich
fundierter psychologischer Deeskalationsverfahren.
Aus dem Inhalt
Grundlagen der Psychologie und therapeutischer Interventionstechniken
Krisenintervention in Extremsituationen und Katastrophenfällen
Psychologie der Gewalt und Aggression
Gewalterfahrungen und Anti-Gewalt-Interventionen
Schulung des eigenen Verhaltens und Umgang mit Emotionen
Professioneller Umgang mit gewaltbereiten Personen
Professioneller Umgang mit eskalierten Situationen
Symbolarbeit und biografische Analyse
Körperthrilling
Vertrauensübungen, Deeskalationsübungen
Sharing
Anwendung von Equipment
Praxis- und Selbsterfahrung
Pädagogische Anleitung von Personen in Deeskalationstrainings
Therapieeinzelsitzungen
Individuelles Einzelcoaching
Aus dem Methodenteil
In der Ausbildung wird durch Vortrag,
Gruppenarbeit und Selbsterfahrung eine Wissensbasis zu den modernen
Deeskalationstechniken erarbeitet. Die Teilnehmer(innen) üben Elemente
aus den unterschiedlichen Verfahren. Die Erfahrungen werden reflektiert,
analysiert und auf ihre therapeutische und pädagogische Relevanz hin
geprüft. Die gelernten Methoden werden von den Teilnehmer(inne)n
umgesetzt und gemeinsame Interventionsansätze generiert. Die Ausbildung
endet mit der Durchführung von durch die Teilnehmenden selbst
entwickelten Seminar- und Therapieeinheiten. Therapieeinzelsitzungen
werden im Rollenspiel mit erfahrenen Therapeut(inn)en und
Diplom-Psycholog(inn)en geübt und supervidiert. Gemeinsam werden die
gelernten Verfahren zur Anwendung gebracht.
Service
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